Suche
  • Admin

Wünsche für das neue Jahr

Willkommen Jahr 2018 – das du doch nichts weiter bist als die Fortsetzung von dem was war und ist


Sonnenschein, Wind und zu milde Temperaturen erwarten mich an diesem ersten Januartag. Das Jahr liegt unberührt, unerforscht, unschuldig vor mir, es birgt in sich unzählige Geheimnisse und alles scheint möglich. Es ist, als hätte man eine neue, leere Seite eines Hefts aufgeschlagen, die es nun zu füllen gilt. Was wird es mir bescheren an Herausforderungen, Freuden, Unbequemen, Schmerzhaften, Spannendem?


Meine Wünsche für das neue Jahr hatte ich in der Silvesternacht durch das Feuer dem Universum übergeben.

Nach meiner ersten Begegnung im neuen Jahr schämte ich mich meiner Wünsche jedoch beinahe etwas. Was sollte ich mehr oder anderes begehren? Das Leben hatte mich bereits grosszügig beschenkt.

Ich traf eine Frau, die mir vom überraschenden Tod ihres Mannes erzählte. Er starb vor genau zwei Jahren daheim durch einen tragischen Unfall, während sie in der Küche Frühstück zubereitete und die Sonne durch das Küchenfenster schien.

Von einem Moment auf den anderen war ihr Leben auseinandergebrochen, alle Träume, Pläne und Wünsche zu Staub geworden.

Das Leben ist fragil und ohne Garantien und doch leben wir es, als gehörte es uns für immer.

Ist es, so kam ich nicht umhin mir zu überlegen, überhaupt sinnvoll, Pläne für die Zukunft zu schmieden und sich Ziele zu setzen?

Wir haben nur den Moment. Andererseits liegt es in der Natur des Menschen – und zum Beispiel auch des Eichhörnchens – zukunftsorientiert Vorräte für den Winter anzulegen. Der Mensch plant jedoch – anders als das Eichhörnchen nehme ich an – noch anderweitig: weniger – oder mehr – zu arbeiten, intensiver Sport zu treiben. Im neuen Jahr ein netterer, fitterer Mensch, ein aufmerksamerer Partner zu sein, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen und mit dem Rauchen aufzuhören... Der Mensch hat Wünsche und setzt sich Ziele, das war wohl seit Anbeginn der Zeit so und wird seine Richtigkeit haben.

Die wahre Kunst ist demnach, trotz des Vorwärtsschauen im Augenblick zu sein.

Und so wünsche ich Ihnen und mir, dass wir den Tag leben, als wäre es der Erste und der Letzte – verbunden mit der Hoffnung, dass ein nächster folgen wird.

0 Ansichten